Deine Überlegungen und Pläne für deinen eigenen Online Shop mit Shopify nehmen gerade so richtig Fahrt auf und du suchst nach Ideen für das Versandmanagement? 

Vielleicht verkaufst du schon die ersten Produkte und möchtest neue Möglichkeiten erfahren, wie du deinen Shopify Versand maximal effizient und profitabel gestalten kannst? 

Wenn ja, dann soll dieser Artikel die notwendigen Inspirationen und Anstöße zur Umsetzung liefern.

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Wie wichtig ist guter Versand bei einem Shopify Online Shop?

Wenn man uns fragen würde, wie wichtig eine gut durchdachte Shopify Versand Strategie ist, wäre unsere Antwort: Ja. 

Und nicht nur wir, sogar Shopify höchstpersönlich sagt das und führt auf seinen Blog eine sehr strukturiert durchgeführt Studie des texanischen Unternehmens Convey Inc. an, bei der einige spannende Zahlen herausgekommen sind: 

  • 73,6 % der Online Käufer/innen geben an, dass der Versand ein entscheidender Faktor für das Gesamterlebnis beim Einkauf ist.
  • 83,5 % sagen sogar, dass sie bei einem schlechten Versandservice (lange Wartezeiten, keine Zulieferung, falsche Zulieferung, ungenaue Sendungsverfolgung usw.) nicht wieder bei dem entsprechenden Shop einkaufen wollen.
  • 60,7 % fühlen sich eher zu einem Kauf ermutigt, wenn sie die genaue Versandzeit beim Warenkorb-Checkout sieht.
  • Und sofern die Versandtransparenz während der Zustellung nicht zufriedenstellend ist, würden bis zu 47 % der Kund/innen keine weiteren Bestellungen mehr tätigen. 

Mit Blick auf diese Zahlen wäre es grob fahrlässig, den Versand auf die leichte Schulter zu nehmen und nicht als starkes Kundengewinnungs- und Kundenbindungsmittel zu nutzen. 

Doch wie geht das in der Praxis?

Klare Kundenkommunikation bei deinem Shopify Versand

Ein nahezu unvermeidbarer Faktor für ein schönes Shopify Kauferlebnis deiner Kunden ist deine Kommunikation. Sprich: Welche Informationen gibst du deinen Kunden und wie verständlich sind diese? 

Zum Beispiel gibt es einen Unterschied zwischen Versandzeit, Bearbeitungszeit und Lieferzeit. 

Hier ist es sinnvoll, genau zu erklären, was der Unterschied ist, damit deine Käufer/innen wirklich verstehen, wie ihre Wartezeit zustande kommt. Transparenz – Check.

 

 

Weiterhin bedeutet klare Kommunikation, dass deine Kunden haargenau erfahren, …: 

  • Wie viel jede einzelne Versandoption kostet. 
  • Wie lange jede Versandoption ungefähr dauert. 
  • Wie lange es dauert, bis die Bestellung dein Lager verlässt. 
  • Und wie im Bedarfsfall eine Retoure abläuft. 

Um das zu unterstreichen, gibt Shopify auf seinem Blog an, dass Warenkorb-Checkouts eine höhere Conversion aufweisen, wenn alle Informationen über Versandkosten und Lieferzeit angegeben werden. Zudem wird durch diese einfache Maßnahme jede Unklarheit aus dem Weg geräumt. 

Weniger Unklarheit = Mehr Vertrauen = Höhere Kaufbereitschaft

Deine Versandmöglichkeiten mit Shopify 

Shopify ist nicht umsonst das beliebteste E-Commerce-Tool für das Betreiben eines eigenen Online-Shops, denn nicht nur der gesamte Shop-Aufbau wird stark vereinfacht, sondern auch die Anbindung deiner individuellen Versandoptionen ist schnurstracks erledigt. . 

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten für dich:


Shopify Shipping

Die erste Variante ist nur unter speziellen Voraussetzungen interessant für dich: Nämlich dann, wenn dein Geschäft in den USA, in Kanada, Australien, UK, Italien, Spanien oder Frankreich läuft.

In diesem Falle kannst du auf einen Pool von kostenlosen Versandanbietern wählen, die mit Shopify kooperieren. Diese Anbieter stehen mit einheitlichen, recht günstigen Preisen jedem Shopify-Nutzer zur Verfügung und nehmen dir zunächst die Suche nach dem perfekten Versanddienst ab.

Dieser Service ermöglicht zugleich das Drucken von Versandetiketten und damit die direkte Auftragsvergabe an den Zustellungsdienst deiner Wahl.


Versand selbstständig übernehmen 

Ob der eigenständige Versand sinnvoll ist, hängt stark von deinem Unternehmer-Naturell ab. 

Möchtest du (gerade in der Anfangszeit) mit anpacken und einen Versand-Workflow gestalten? Bei einem kleinen Versandvolumen ist das sicher ein verlockender Plan. 

Oder möchtest du so viele Prozesse wie möglich outsourcen? Dann sind vielleicht die Möglichkeiten #3 und #4 passend. 

Entscheidest du dich für den Eigenversand, so bist du für Warenannahme, Lagerung, Bestellmanagement, Verpackung und für die Auftragserteilung zuständig. 

Mit deinen Versandpartnern musst du im Vorfeld deine Versandpreise aushandeln, welche du dann in deine Shopify Oberfläche einfügst und deinen Kunden zur Auswahl stellst. 

Klar entstehen durch die eigenständige Versandorganisation weitere Verantwortungsfelder, ABER …

… dafür genießt du die freie Gestaltungsfreiheit und kannst persönlich auf Änderungen und Probleme reagieren. 

Zudem können moderne Auftragsbearbeitungstools wie Spedition.de Connect massiv Arbeit abnehmen und Kosten sparen. 

Hiermit werden deine Bestellungen nämlich übersichtlich gesammelt, während deine Versandoptionen als Schnittstelle zur direkten Auftragserteilung integriert sind. Mit dabei sind auch Services wie Direkt-Versandlabeldruck, Rechnungsabgleiche und Adressüberprüfung. 

Gerade weil Connect für Online-Shops mit kleinem Versandvolumen kostenlos ist, ergibt der Service für Starter (und natürlich auch für Großversender) sehr viel Sinn. 


Fulfillment Partner in Anspruch nehmen 

Im Zeitalter des Outsourcings sind Fulfillment-Partner sehr spannend. 

Einer der bekanntesten Anbieter in diesem Bereich ist gleichzeitig eine Marktplatz-Schnittstelle von Connect, nämlich Amazon. 

Mit dem Amazon FBA Service gibst du alle E-Commerce Arbeitsschritte ab dem Zeitpunkt der Warenannahme an eine sehr gut organisierte Logistik-Struktur ab. Denn Amazon lagert die Waren für dich ein, verpackt sie und versendet sie an deine Kunden. 

Doch hier gibt es ein großes ABER, denn um Amazon FBA nutzen zu können, musst du deine Waren auch auf Amazon anbieten und kannst keine andere Plattform nutzen. 

Deswegen kommt Amazon FBA zwar nicht infrage, wenn du mit Shopify versenden möchtest, dafür aber eine Reihe von anderen Fulfillment-Partner. Die Frage ist: Welche Servicepunkte sind dir wichtig und welche weniger? Und welche Kosten- und Zahlungsmodelle stellst du dir vor? 

Amazon FBA – nur als Beispiel – berechnet Lagerkosten anhand der Lagerfläche und die Versandkosten pro Bestellung. Andere Fulfillment-Dienste gehen da möglicherweise anders vor. Es lohnt sich also, einen Vergleich zu machen. 

Hinsichtlich der Umsetzung wird dein Fulfillment-Partner direkt an deinen Shopify Online Shop via Shopify Versand App angebunden und leitet mit Eingang der Bestellung den Versand ein. 

Alternativ kann der Schritt der Auftragsweiterleitung an deinen auch mit einem Zwischenschritt über dich laufen. Etwa indem du nach Bestelleingang selbst einen Versandauftrag abschickst. In diesem Fall wäre ein Versand-Bearbeitungstool wie Connect erneut sinnvoll.

 

Dropshipping 

Dropshipping kann in gewisser Weise mit einem Fulfillment-Partner gleichgesetzt werden, bloß dass dir noch einmal ein ganzes Stück mehr Arbeit und Verantwortung abgenommen wird.

Denn hier werden die bestellten Waren aus deinem Shopify Shop direkt von deinem Großhändler an deine Kunden verschickt. Der Schritt der Warenannahme und Einlagerung fällt also ebenfalls komplett weg. 

Nachteile bei dieser Geschäftsstrategie lassen sich sicherlich für deine Kunden ausmachen, denn diese müssen häufig mehrere Wochen auf den Erhalt ihrer Bestellung warten. Grund dafür ist, dass die meisten Dropshipping-Händler aus dem asiatischen Raum kommen und keine Warenlager im Zielland haben. 

Bekannte Dropshipping-Anbieter sind zum Beispiel Alibaba, Aliexpress, BigBuy (europäisch) oder DHgate

Um diese Methode umzusetzen, wird entweder dein Dropshipping-Händler als Shopify-App (falls vorhanden) und damit als direkte Schnittstelle zu deinem Shop hinzugefügt. 

Sofern dein Händler nicht dabei ist, kannst du ähnlich wie mit einem Fulfillment-Partner auch selbst den Versandauftrag nach Bestelleingang erteilen.

Mit der richtigen Shopify Versandstrategie Kosten sparen und mehr Kunden gewinnen 

So viel zu den einzelnen Möglichkeiten, auf welchem Wege die Ware zu deinen Kunden ankommt. 

Doch wie sieht es mit deiner Strategie aus? Also mit der Art und Weise, wie du Versand als effektives Kaufargument einsetzt? 

Hier sprechen wir über Maßnahmen wie zum Beispiel einen kostenlosen Shopify Versand, eine Versandkostenpauschale oder eine clevere Refinanzierung durch Drittunternehmen

Wenn du dir unseren Artikel „9 Wege, um deine Versandkosten zu optimieren,“ durchliest, wirst du viel tiefer in die einzelnen Methoden eintauchen können und einige Impulse finden, wie du Versand als Marketingmethode, als Kostenersparnis und als Kundenmagnet einsetzt. 

Natürlich gelten diese Strategien auch für jede andere Form von Versandunternehmen – nicht nur für Shopify. 

Fazit: Nimm dir Zeit, um die richtige Versandstrategie für dein Shopify Business zu wählen 

Auch wenn Shopify viele Prozesse sehr anwendungsfreundlich gestaltet, solltest du nichts überstürzen. 

Es ist ratsam, sich genauer mit den einzelnen Optionen und Strategien auseinanderzusetzen und abzuwägen, was in deiner Situation am profitabelsten sein wird.

Doch wenn du die wichtigsten Kommunikationspunkte beim Versand berücksichtigst und gleich zu Beginn die Basis einer gute Organisation legst, dann wird bereits nach kurzer Zeit sehr vieles wie am Schnürchen laufen. 

Automatisiert. Effizient. Und profitabel.